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Perforansligatur / Seitenastexhairese

Besteht bei dem Patienten nur eine isolierte Perforansinsuffizienz oder Seitenastvarikosis ohne Stammvenenschwäche ist in diesen Fällen eine kleine ambulante Operation in Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) möglich.

Gleiches gilt auch wenn in der Folge einer minimalinvasiven Venenoperation (Radiowellentherapie) oder nach Crossektomie und Stripping noch isolierte Perforansinsuffizienzen und/oder eine relevante Seitenastvarikosis besteht.

In diesen Fällen werden durch eine kleine Hautinzision eine Unterbindung der Perforansvenen (Verbindungsvenen vom oberflächlichen zum tiefen Venensystem) durch eine Ligatur durchgeführt (Perforansligatur). Zusätzlich können die davon ausgehenden Seitenäste verödet oder operativ durch Miniphlebektomie entfernt werden.

Der Eingriff in örtlicher Betäubung dauert kaum länger als 15 Minuten. Bei entsprechendem Befund ist dieser operative Eingriff effektiver als eine reine Verödungsbehandlung, da hier die kosmetischen und funktionellen Therapieergebnisse im Vergleich zu einer ausschließlichen Verödungsbehandlung deutlich besser sind. Im Anschluss an die Behandlung ist das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen für einen Zeitraum von 6 Wochen zu empfehlen.