Laser/Blitzlampe
Bei der Laserbehandlung wird gebündelte einfarbige Lichtenergie (monochromatisches Laserlicht) auf die winzigen Gefäße gezielt abgegeben. Die einzelnen Venen werden bei der Behandlung mit dem Laserstrahl nachgezeichnet und gezielt geschädigt. Das einfarbige Licht entsprechender Wellenlänge wird von den jeweiligen Farbpigmenten (rot oder bläulich) absorbiert und führt zu einer Erhitzung des Blutes in den kleinen Gefäßen. Die Besenreisergefäße werden irreversibel geschädigt und später vom Körper abgebaut. In ähnlicher Weise kann mit einer sogenannten Blitzlampe einfarbige (monochromatische) Lichtenergie auf eine größere Fläche abgegeben werden. Diese Methode wird auch als IPL (Intensed Pulsed Light) bezeichnet. Beide Behandlungen sind bedingt durch die Erhitzung des Gewebes leicht schmerzhaft. Durch lokale Vorbehandlung mit örtlicher Betäubungsalbe (Anesderm Creme) ist die Behandlung deutlich angenehmer.
Bei sehr ausgeprägter Besenreiservarikosis sind immer mehrfache Behandlungssitzungen notwendig. Bei richtiger Indikation und schonender Behandlung können meist sehr gute Resultate erzielt werden. Die grundsätzliche Neigung zur Ausbildung von Besenreisern bleibt aber weiter bestehen und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass später neue Besenreiser auftreten. Vor allem Schwangerschaften begünstigen durch die Volumenbelastung des Venensystems das Entstehen von Besenreisern.
Zur Prophylaxe von Besenreisern sind alle Maßnahmen sinnvoll, die ihre Beine entlasten. Dazu gehören abendliches Hochlagern der Beine, das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen bei außergewöhnlicher statischer Belastung (stehende berufliche Tätigkeit, lange Reisen etc.).
Ausreichende Bewegung aktiviert die Wadenmuskelpumpe und trägt zu einer Verbesserung des Blutrückflusses aus den tiefen Venen bei, dadurch verringert sich der Druck im oberflächlichen Venensystem und in den Venen der Haut.